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Zentrale Rückkehrberatung für Flüchtlinge in Westbayern

Das Projekt

Warum Rückkehrberatung? – Das Projekt in Würzburg

Die Rückkehrberatung befindet sich auf dem Gelände der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (AE) in Würzburg. Seit 1993 ist der Caritasverband dort mit einer Beratungsstelle für Flüchtlinge vertreten. Die Regierung von Unterfranken betreibt die Aufnahmeeinrichtung. In den letzten Jahren sank die Zahl der neuankommenden Flüchtlinge deutschlandweit um ca. 30 %, was sich besonders seit dem Jahr 2003 auch in Würzburg stärker bemerkbar machte. Ebenso sanken die Anerkennungsquoten für Asylbewerber auf unter zwei Prozent in der ersten Instanz. Gleichzeitig gab es verstärkte Bemühungen, bayernweit die Ausreise derjenigen Ausländer zu forcieren, die zur Ausreise verpflichtet waren. Die Außenstelle der Zentralen Rückführungsstelle Nordbayern wurde auf dem Gelände der AE eingerichtet.

Aus all diesen Beobachtungen wurde der Flüchtlingsberatung deutlich, dass das Thema Rückkehr immer mehr Fragen bei den Flüchtlingen selbst aufwirft. Als dann das Bayerische Sozialministerium auf den Landescaritasverband zuging, war dies der Startschuss für die zrb Westbayern. Kooperationspartner wurden gefunden und die zrb Westbayern ist nun ein Rückkehrhilfeprojekt der Wohlfahrtsverbände Caritasverband für die Diözese Würzburg e.V., Bayerisches Rotes Kreuz in Zusammenarbeit mit der Regierung von Unterfranken.

Als Zentrale Rückkehrberatung haben wir erweiterte Hilfemöglichkeiten im Falle einer freiwilligen Heimkehr. Wir halten über die internationalen Organisationen der Verbände Kontakte direkt in die Herkunftsländer. Wir recherchieren vor Ort mit Unterstützung lokaler Projektträger und können uns in Einzelfällen durch Besuche in den Ländern selbst ein Bild über die Situation vor Ort machen und ehe-malige Rückkehrer besuchen.

Wir unterstützen Flüchtlinge bei der Reintegration in den Arbeitsmarkt, bei der Jobsuche, beim Aufbau einer eigenen Existenz. Dabei können wir Einzelfallbezogen Direkthilfen geben, z.B. Computerkurse, Arbeitsmaterialien. Besonders helfen wollen wir auch alten und kranken Menschen, bei denen die medizinische Versorgung im Falle einer Rückkehr gesichert sein muss.

Wir möchten auch nach der Ausreise aus Deutschland Kontakt zu den Rückkehrern halten, um zu erfahren, wie es ihnen ergangen ist.